Was haben die folgenden Song-Legenden gemein?
“Imagine” – John Lennon
“Son Of A Preacherman” – Dusty Springfield
“Itchycoo Park” – Small Faces
“Hey Jude” – The Beatles
“Pinball Wizard” – The Who
“Gimme Shelter” – The Rolling Stones
“(You Make Me Feel) Like A Natural Woman” – Aretha Franklin
“Perfect Day” – Lou Reed
“Father And Son” – Cat Stevens
aber auch
“Seven Nation Army” – The White Stripes
„Sweet Dreams“ – The Eurythmics
Die Antwort erschließt sich nicht sofort, aber alle diese Songs zeichnen sich durch unglaubliche Innovation und Kreativität aus. Diese Meilensteine der Rock- und Pophistorie wurden ohne Ausnahme auf 8-Spur-Bandmaschinen aufgenommen, einer Technik, die in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern absolut „State of the Art“ war. Genaugenommen wussten viele Bands und Produzenten damals überhaupt nicht, wie sie so viele Spuren voll bekommen sollten – man war eben daran gewöhnt, auf wenigen Spuren kreativ zu arbeiten.
Heutzutage ist es selbstverständlich, unendliche viele Spuren innerhalb von Pro Tools, Logic oder Cubase zur Verfügung zu haben, aber dafür ist die kreative Arbeit im Studio, mit den beteiligten Musikern, Technikern und Produzenten, fast vollständig auf der Strecke geblieben. Klar, man kann Hunderte von Takes einspielen, wenn es sein muß, Strophe für Strophe, Fehler rausschneiden und durch bessere Takes per Drag & Drop ersetzen, einen mangelhaften Groove zurechtrücken und nicht zuletzt auch Gesänge autotunen bis der Arzt kommt.
Auf 8 Spuren (per Pre-Mixing auf ein paar mehr erweiterbar – Old School eben) muß man gut gespielte Takes verewigen, seine Parts beherrschen und auch mit kleinen, aber charaktervollen Fehlern leben können. Dafür geht die gesamte Kreativität im Studio in den einen Song, an dem man arbeitet; die technische Limitierung erweist sich plötzlich als Wohltat und Herausforderung.

Das Tonhaus Reck ist sozusagen ein „Zeitreise-Studio“ zurück nach 1968, das sich diese althergebrachte Herangehensweise konsequent zu Eigen macht und wiedergebiert. Hier findet sich kein Computer mit digitaler Audio Workstation, kein digitales Effektgerät mit Millionen von Presets, die keiner braucht. Stattdessen gut gewartetes High-End-Equipment aus der musikologischen Vergangenheit, z.B. eine 8-Spur Studer A80, die Anfang der Siebziger Jahre soviel kostete wie eine Eigentumswohnung in Köln, ca. 80.000 Mark! Dazu kommt ein ganzer Haufen an Vintage-Instrumenten, wie ein Wurlitzer-E-Piano, Gibson- und Fender-Gitarren, Amps von Marshall, Fender und Music Man, diverse Gitarreneffekte, etc.
Eine Produktion im Tonhaus Reck ist nicht nur ein echtes Erlebnis, eine Zeitreise, sondern auch eine ernsthafte Alternative für diejenigen Künstler und Bands, die einmal etwas anderes als eine computerbasierte Produktion machen wollen. Ein digitales Master kann das Ziel sein (es gibt durchaus eine im Hinterzimmer schamvoll versteckte DAW, die ein Master auf CD ziehen kann, aber pssst!). Allerdings ist das Tonhaus Reck auch auf Vinylproduktionen ausgelegt, sodaß Ihr Euch am Ende der Session ein masteringtaugliches Band unter den Arm klemmen und Vinyl schneiden lassen könnt. Hierzu haben wir übrigens auch Kontakte zu Vinylmastering-Kollegen in Deutschland und England, die vollanalog schneiden – was die meistens Cutting-Studios nicht mehr können (aber so tun als ob!).
Im Frühjahr 2011 wird das Tonhaus Reck in der Nordeifel, in der Nähe von Köln, neu eröffnet.
Auszug aus der Equipment-Liste:
Studer A80 MkII
Telefunken M15a
Anthony de Maria Labs ADL1000 Kompressor
Custom Urei 1176LN Kompressor
BFE Preamps
Spendor Monitore
Neumann U87
Lomo M6 Kapsel
Oktava MK-012
Sennheiser MD421
EV 635a
EV RE15
EV RE16
Shure SM57
Gibson ES-330
Fender Stratocaster
Guild F50
Guild D50
Gibson J180-12
Hagström 12-String Electric
Lakewood M18
MusicMan 210-65 Verstärker
Marshall 2204 JMP Lead
Wurlitzer 200A
Elka Rhapsody String Ensemble
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